Relax-Wochenende Storkow des Bibelkreises Alegria

19.05.2008 | Für die meisten ging es am 09.05. mit dem Auto nach Storkow. Ich selber bevorzugte die Nachtfahrt mit meinem Fahrrad. Um 1.00 Uhr Samstagmorgens trudelte auch ich nach einem schönen Taizegebetsabend, etwas leicht durchkältet endlich in Storkow ein. Eine Teilnehmerin konnte ausnahmsweise ohne die sonst übliche Storkower Nachtmusik relativ ungestört auf unserem Bootssteg übernachten.

Am Samstagvormittag ließen wir uns auf eine Reflektion des Psalm 18 (Dank des Koenigs für Rettung und Sieg) ein. Jeder sollte sich einzelne Verse aussuchen und anschließend der Gruppe vorstellen und mitteilen warum ihm dieser Vers so wichtig ist.
Mir selber wurden drei Verse wichtig.

Der Vers 28: denn du hilfst dem elenden Volk, aber stolze Augen erniedrigst du. Das Thema Stolz und Demut hatte mich schon vor langer Zeit geistig beschäftigt. Meine Erkenntnis ist, ohne Demut ist eine Beziehung zu Gott nicht möglich.

Vers 26: gegen die Heiligen bist du heilig, und gegen die Treuen bist du treu. Das Dranbleiben und Aushalten an einer Sache ist mir ein wichtiges Anliegen. Leider ist unsere heutige Zeit geprägt von schnelllebiger Oberflächigkeit.

Vers 30: mit meinen Gott kann ich Wälle zerschlagen. Bei diesem Vers kam mir der Fall der Mauer in den Sinn, als Christen in der DDR nicht müde wurden, Kerzen anzuzünden, um dann von der Stasi misshandelt zu werden, bis dann doch endlich wider Erwarten die Mauer fiel.

Nachmittags nutzten wir die tollen Möglichkeiten unseres Freizeitgeländes für verschiedene Aktivitäten an, in, um und auf dem Wasser. Abends ließen wir es uns nicht nehmen die Grillhütte für ein üppiges Grilldinner mit vielen Kräutern, in Beschlag zu nehmen. Nach einer Guten Nacht Geschichte am prasselnden Lagerfeuer suchten wir unsere Schlafstätten auf.

Der Sonntagmorgen begann mit einem freien Aufstehen, weil Reinhard uns schon sehr früh wegen einer Konfirmation bis zum Abend verließ. Wir erweiterten in künstlerischer Freiheit den Muttertag zu einem Frauentag.
Als Aktivität entschlossen wir uns zu einer Wanderung um den Storkower See mit dem obligatorischen Ziel Eisdiele.

Die Pfingstpredigt über die erste Predigt der Kirchengeschichte ging uns sehr nahe. Der 81-jährige Pfarrer erinnerte uns an die wesentlichen Grundlagen unseres christlichen Glaubens, die aus der Beziehung zwischen uns Menschen zu Jesus, Gott und Heiliger Geist bestehen.

Diese Grundlagen sollten in jeder Predigt in klarer einfacher Form vorkommen und nicht durch Äußerlichkeiten verdrängt werden. Petrus als einfacher, ungebildeter Fischer zeugte auch mit einfachen Worten von der Frohen Botschaft um Jesus zu verkündigen. Diese Pfingstpredigt bestätigte auch die Bemühungen, meine Webpages möglichst einfach nach den Internetregeln zu gestalten. Ich hoffe die oder andere von mir programmierte Webpages führt Menschen in einen christlichen Kreis um Jesus Christus persönlich als Heiland kennenzulernen.

Nach dieser machtvollen Predigt enterten wir das bereitstehende Solarboot um mit mindestens 10 Stundenkilometern voller Solarkraft voraus den Storkower See zu durchpflügen. Das leckere Mittagessen wurde zusätzlich mit einem Brennnesselomlett aufgewertet. Nun war relaxen, Sonnenbaden, Lesen oder Windsurfen angesagt. Leider ging auch dieser Tag viel zu schnell vorbei, der Trennungsschmerz in Form eines leckeren Abschiedskuchens von Karla hielt uns noch eine kleine Weile in Storkow wie immer gefangen. Ich selber schwang mich letztlich auf mein Fahrrad, um nach Königs Wusterhausen zu radeln.

Autor:
Klaus-Dieter Schemionek