Åland 2010

Wellen, Wellen und kein Ende...

Kanutour durch den åländischen Schärengarten irgendwo auf der Ostsee zwischen Stockholm und Turku / Finnland.

So könnte man eine Überschrift über unsere Kanutour wählen.

Wellen, Wellen, Wellen.

Die gab es immer auf der Ostsee zwischen den Schären. In den ersten zwei Tagen waren sie uns manchmal zu groß und kräftigt. Wer mag es schon, wenn "der blanke Hans" in Form einer Welle ins Boot schwappt. Also legten wir dann schon mal eine kleine Pause ein und warteten, bis sie wieder etwas ruhiger wurden. Oder wir wählten einen Kurs direkt unter Land im Windschatten einer Schäre, wo sie uns auch nicht ärgern konnten.

Dann drehten sich Wind und unser Kurs, die Wellen kamen nicht mehr von vorne sondern von hinten. Und schon sah die Welt im Kanu ganz anders aus. Wie genossen wir die zusätzliche Antriebskraft. Auf einmal waren wir fast doppelt so schnell. Die Wellen schoben uns in unsere Richtung.

Und als wir dann den gleichen Kurs wie die großen Finnlandfähren fuhren, freuten wir uns über jede nahe Vorbeifahrt dieser riesigen Schiffe, weil sie tolle Wellen auslösten, die wir dann mit großer Freude abritten. Das war dann fast so wie Achterbahnfahrt im Kanu - einfach toll.

Und wir hatten eine gute Zeit zusammen auf unserer Kanutour im Norden Europas.

Gutes Wetter, wir waren nicht im Solarium sondern "nur" auf der Ostsee, leckeres Essen, gemeinsam gekocht meistens auf einem tollen Lagerfeuer, wunderbare Übernachtungs -Plätze in der Wildnis, dazu fast mückenfrei. Wir erlebten wunderbare Sonnenuntergänge, eine tolle Natur und wuchsen immer mehr zu einer guten und verlässlichen Gemeinschaft zusammen.

Unser Nachdenken über ganz unterschiedliche Wassergeschichten der Bibel weitete auch unseren Horizont in unserer Beziehung zu Jesus. Wir erlebten, wie wichtig sauberes Wasser ist am eigenen Leib (wir hatten max. 90 Liter Trinkwasser im Kanu, dann mussten wir wieder nachtanken an einer einzigen Wassertankstelle) und begriffen neu, das Wasser Leben ist. Und Jesus sagt von sich, wer Lebensdurst hat, der solle reichlich trinken von seinem Wasser. Er ist Wasser des Lebens und das gibt er umsonst.

Nach sieben Tagen Kanutour auf Åland gönnten wir uns noch ein wenig Kultur, besuchten die kleine aber feine åländische Hauptstadt Mariehamn, statteten Stockholm mit dem Schärendampfer einen Tagesbesuch ab und konnten dann schon wieder zurück in Småland noch Elche aus größter Nähe betrachten und ein wenig füttern.

Als wir dann wieder auf den Parkplatz vor dem CVJM Haus in der Einemstr. fuhren, hatten wir alle das Gefühl, mindestens eimne kleine Ewigkeit unterwegs gewesen zu sein.

Åland - Kanutour 2010 - gut war's!

Autor:
Reinhard Kubbutat

Fotos von der Kanutour gibt es hier.