Togo Fahrt im September

Gott erleben, Menschen begegnen, andere Kulturen kennenlernen, Erfahrungen austauschen, Freundschaften schließen und noch so vieles mehr...

Am 10. September starteten wir von Berlin und Frankfurt aus nach Togo, um dort die Menschen aus unserem Partner-­‐CVJM (auf Französisch: UCJG) kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam den Menschen in Togo Gottes Liebe weiterzugeben. Als wir spät abends geschafft von der langen Reise und glücklich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, am Flughafen in Lomé gelandet waren, umgaben uns binnen kürzester Zeit viele Menschen, die uns mit unserem Gepäck helfen wollten. Auf den ersten Blick sahen alle Togolesen irgendwie gleich aus und wir konnten nicht wirklich unterscheiden, wer von den Anwesenden zur UCJG gehörte und uns abholen wollte und wer nicht. Aber dann haben wir unsere Freunde schnell gefunden, sind mit einer liebevollen afrikanischen Offenheit empfangen worden und ins Gespräch gekommen.

Die ersten Tage verbrachten wir in der Hauptstadt und konnten dort die Menschen aus der UCJG Lomé und Bagbé, wo wir in dieser Zeit untergebracht waren, kennenlernen. Dann ging es für uns auch schon weiter nach Sokodé, dort war unser eigentlicher Einsatzort. Die Fahrt dorthin war ein kleines Abenteuer, denn die Straßen in Togo gleichen eher einer von Schlaglöchern übersäten Matschpiste, vor allem in der Regenzeit. Zum Glück hatten wir Remy, den besten Busfahrer der Welt, der uns sicher auf allen Wegen chauffierte. Der Empfang, der uns in Sokodé erwartete, überstieg alle unsere Vorstellungen. Uns empfingen eine Reiterstaffel, eine Trommelgruppe, führende Personen der Stadt, muslimische und christliche Vertreter, dazu viele Kinder und Erwachsene, die uns einfach begrüßen wollten. Es war ihnen nicht zu viel, auf uns zu warten, obwohl wir uns auf dem Weg zwei Stunden verspätet hatten.

In Sokodé trafen wir die Menschen aus der UCJG vor Ort. Nach anfangs noch etwas zurückhaltendem Kennenlernen und Beschnuppern waren spätestens nach einem gemeinsamen Spielabend die Mauern durchbrochen und wir konnten einfach unsere Gemeinschaft genießen. Auch wenn uns die Sprachhindernisse manchmal ein wenig im Weg standen, haben wir gute Beziehungen aufgebaut. Wir haben gemeinsam gesungen und getanzt, Frisbee gespielt, gegessen, uns in den Andachten über unsere Erfahrungen mit Jesus ausgetauscht und uns so immer besser kennengelernt. Da gab es zum Beispiel Franck, der den ganzen Einsatz von togolesischer Seite aus geplant hat, Awa, die einfach großartig mit uns singen und lachen konnte, Nestor, der etwas ruhiger, aber unglaublich lieb war, Denise, die richtig gut tanzen und sich immer freuen konnte, Kevin der uns nicht mehr gehen lassen wollte und noch viele andere.

Gemeinsam mit unseren Freunden aus Togo starteten wir unsere Einsätze in Sokodé und Umgebung. Was wir dabei alles erlebt haben, lässt sich gar nicht in so wenige Worte fassen. Aber vielleicht geben die folgenden Erlebnisse einen kleinen Einblick: Eine unserer Aktionen war eine Evangelisation auf einen Schulgelände in Lama Tessi. Unser Bus hatte dort kaum gehalten, schon waren wir von unzähligen Kindern umgeben, die uns sehen und anfassen wollten. Wir tanzten, sangen und spielten mit ihnen auf Französisch, Deutsch, Englisch, mit Händen und Füßen und hatten einfach Freude dabei. Nebenbei wurde die Technik für unseren eigentlichen Einsatz aufgebaut. Inzwischen kamen noch andere Menschen aus dem Ort, blieben stehen und schauten. Von Musik eröffnet ging es in dem folgenden Pantomimestück, der Predigt und einem abschließenden Kurzfilm um Menschen, die zu Jesus fanden, weil sie von seiner Liebe berührt wurden. Es war ein richtig schöner Abend. Während des Abbauens und auf dem gesamten Heimweg tanzten und sangen wir mit unseren Freunden und dankten Gott für den genialen Einsatz.

An einem anderen Nachmittag besuchten wir ein Waisenhaus, in dem Kinder im Alter von 0 bis etwa 12 Jahren lebten. Neben verschiedenen gemeinsamen Bewegungs- und Singspielen erzählten wir den Kindern die Geschichte von der Arche Noah, bei der die Kinder mit uns gemeinsam die verschiedenen Figuren darstellten. So wurde diese zu einer lebendigen Geschichte die ein Stück von Gottes Liebe erzählte. Als wir nur ein paar Minuten später in den Himmel schauten, war dort plötzlich ein Regenbogen zu sehen. Das war für uns eine geniale Bestätigung von Gott, dass er dabei ist - zusammen mit uns in Togo, bei unseren Einsätzen und bei den Menschen, denen wir begegnet sind.

Autorin:
Katrin Klauck

Fotos von der Togo Fahrt gibt es hier.