StorkoWork - für mich hieß das bis vor kurzem: 20-30 Teenager und Junge Erwachsene aus unseren drei Berliner Standorten fahren nach Storkow, um in erster Linie die dort anfallenden Arbeiten zu erledigen. Sie sind hochmotiviert und fleißig, können richtig zupacken, arbeiten nach kurzer Einweisung selbständig (sie haben sich ja für ein Workcamp angemeldet) und in ihrer Freizeit entspannen sie von der anstrengenden Vormittagsbeschäftigung bei den vielfältigen Möglichkeiten auf unserem schönen Freizeitglände.
Manche Insider werden bei meiner Einführung schmunzeln - ich bin ja auch zum ersten Mal dabei.
StorkoWork - für mich hieß das nach kurzem Dabeisein erstmal: Ein Teenie-Camp mit all den Spannungen und Ärgernissen, die ein bunt zusammengewürfelter Haufen junger Menschen außerhalb der elterlichen Aufsicht mit sich bringen kann. Null Bock, null Respekt, Null Durchblick.
Aber Halt! Worum geht es denn eigentlich? Um effektives Arbeiten? Um harmonisches Miteinander?
StorkoWork ist viel mehr als das: Es ist eine Möglichkeit für Teens, rauszukommen aus dem Alltagsumfeld, dem Familientrott, dem Schulstress, eben "dem Üblichen".
Und sich auszuprobieren.
Und etwas zu gestalten, etwas zu schaffen - sichtbar, dauerhaft.
Und sich in einem anderen Umfeld und in einer anderen Rolle zu behaupten.
Und auch mal zurückzustecken.
Und vieles mehr...
Natürlich braucht man dafür mehr als die fünf, sechs Tage, und mache(r) tut sich schwerer als der andere. Aber man kann es versuchen - einige fahren seit Jahren immer wieder mit und sind begeistert.
Und nun kann ich sagen: StorkoWork rockt! Es war anstrengend, emotional und körperlich. Aber es hat auch richtig viel Spaß gemacht, gemeinsam zu leben und zu arbeiten, zu spielen, zu essen, zu planen, zu reden, zu singen, zu beten...
Besonders genial: Unsere neuen Volontäre als Team und im Miteinander mit den Teilnehmern zu erleben!
Auch was unsere Sekretäre in den Jugendhäusern mit den gleichen Teens leisten - Respekt!
Hier noch ein paar trockene Fakten ;-)
Dabei waren – und allen gilt mein RIESEN-DANKESCHÖN:
Elf Teilnehmer zwischen 13 und 19 Jahren, zwei CVJM-Sekretäre, vier Volontäre, vier Ehrenamtliche Mitarbeiter, unser Verwalter-Ehepaar und insgesamt drei Kinder zwischen 5 und 14 Monaten.
Geschafft wurde unter anderem:
15 m³ Rindenmulch auf Wege und Beete verteilen, aus Baumstämmen Bänke machen und eine Sitzgruppe bauen, Büsche beschneiden, viele Dächer und Dachrinnen von Kiefernadeln und Laub befreien, dutzende wuchernde Robinien ausgraben, Unkraut jäten, Beete pflegen, Bäumchen umpflanzen, Bootshaus aufräumen und putzen, Segelboote/Ruderboote/Kanus und Floß ins Winterlager bringen, Badestelle säubern, tote Äste bis in 4 m Höhe von den Bäumen sägen, Wege fegen, …
… Ach ja – fast vergessen: Bis zum nächsten Mal (im April 2012)!
Ich freu mich auf Euch!
Euer
Bernhard Blümel