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Lesebühne & Gespräch mit Irene Bindel

17. November 2026
19:00 Uhr

Wir freuen uns sehr, Sie zu der Veranstaltung „Wassermilch & Spitzenwein – Zeitzeugengespräch mit Irene Bindel“ einzuladen. 
 

Irene Bindel, 1938 in Berlin als Kind einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters geboren, ist bei uns zu Gast und wird über ihr Aufwachsen in der NS-Diktatur sowie in der Nachkriegszeit berichten.

Unter dem Titel „Wassermilch & Spitzenwein. Ein Leben zwischen Schicksal und Zuversicht“ veröffentlichte Irene Bindel ihre Biografie. Darin beschreibt sie sehr persönlich anhand der Tagebücher ihrer Mutter die NS-Zeit- und Nachkriegszeit. Die Lesung mit Gespräch bietet einen bewegenden Einblick in individuelle Schicksale und steht zugleich exemplarisch für viele vergessene Lebensgeschichten jener Jahre. Eine Geschichte, die Hoffnung machen soll.


„Gestatten Sie? Mein Name ist Bindel.“ Ende der 20er Jahre lernt Andrea den charmanten Max beim Tanzen kennen. Sie verlieben sich, heiraten und freuen sich auf ihr erstes Kind. Alles könnte so schön sein, doch den Nazis ist diese Ehe ein Dorn im Auge. Das Wort „Rassenschande“ schwebt über dem jungen Glück wie ein Damoklesschwert, denn Max ist Jude.

Als Max inhaftiert wird und nicht mehr zurückkehrt, muss sich Andrea mit ihrer kleinen Tochter Irene allein durchschlagen. Selbst in den Nachkriegsjahren stößt sie dabei auf vielerlei Widerstände, bekommt aber auch unerwartete Hilfe. Schritt für Schritt gelingt es Andrea und Irene sich ein neues Leben aufzubauen. Irene reist viel, geht nach Kanada, doch eine Wunde bleibt – die Sehnsucht nach dem Vater.

 

Irene Bindel, geboren 1938 in Berlin als Tochter einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters, ist eine der letzten aktiven Berliner Zeitzeuginnen des Zweiten Weltkriegs. Zusammen mit ihren Erlebnissen bis in die 1970er Jahre umspannt ihr Buch “Wassermilch und Spitzenwein” eine Berliner Familiengeschichte von über 100 Jahren. Ihr Vater Max wird vom NS-Regime inhaftiert und kehrt nicht mehr zurück. Ihre Mutter muss sich mit ihrer kleinen Tochter Irene allein durchschlagen. Noch in den Nachkriegsjahren stößt sie dabei auf oft auf Widerstände, bekommt aber auch unerwartete Hilfe.

 

Deine Ansprechpartnerin:
Pia Rölle
Roelle@CVJM-Berlin.de